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Interprofessionelle Lehre BSc
Interprofessionalität bedeutet nicht, Wissen der unterschiedlichen Disziplinen und Professionen lediglich zu addieren. Vielmehr sind die Aktuere gefordert, sich gemeinsam an die Komplexität der Situationen/Probleme heranzustasten, ihre und andere Sichtweisen zu berücksichtigen, abstrahierende Wissenschaft mit der fallspezifischen Relevanz des Wissens zu verbinden und Wissen für praktische Lösungen zu erarbeiten, welche sich am Gemeinwohl orientieren (Pohl & Hirsch Hadorn, 2006).
Multiperspektivische Betrachtung
Die angehenden Fachpersonen aus Ergotherapie, Pflege und Physiotherapie sowie die Hebammen arbeiten gemeinsam an ausgewählten Fragestellungen. Das mit Blick auf berufliche Situationen und Problemstellungen, die eine multiperspektivische Betrachtung erfordern. Anhand der Inhalte und Denkstile werden die Problemstellungen deutlich gemacht und in Beziehung gesetzt.
Durch diese bewusste Auseinandersetzung verankert sich die Berufsidentität der Studierenden. Gleichzeitig lernen sie, ihre professionsspezifische Weltsicht zu relativieren und zu ergänzen. Dadurch wird Interprofessionalität gefördert.
Über den Tellerrand hinaus

Emanuel Feusi, Leiter Interprofessionelle Lehre BSc
In den Bachelor-Studiengängen belegen die Studierenden nebst den berufsspezifischen auch interprofessionelle Module, wie beispielsweise wissenschaftliches Arbeiten oder Kommunikation und Interaktion. Einerseits sollen dadurch Kompetenzen gefördert werden, die alle diese Berufe erfordern, andererseits wollen wir bewusst ein Denken über die eigenen Berufsgrenzen hinweg und das ziel- und ergebnisorientierte Zusammenarbeiten fördern. So engagieren sich Dozierende aller Institute des Departements Gesundheit und darüber hinaus auch Dozierende anderer Institute der ZHAW in diesen Modulen.


